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	<description>für clevere Selbstbauer</description>
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		<title>Tomaten &#8211; längere Ernte durch Regenschutz?</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/tomaten-langere-ernte-durch-regenschutz/</link>
		<comments>http://www.bastelitis.de/tomaten-langere-ernte-durch-regenschutz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 14:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie kennen das? Irgendwann bekommen Ihre Tomatenpflanzen braune Blätter, die Früchte werden nicht mehr richtig reif und die Pflanze geht ein? Dann ist sie wahrscheinlich Opfer der Braunfäule, verursacht durch den Phytophtora-Pilz, geworden. Die Sporen dieses Pilzes werden mit dem Wind übertragen, können aber nur bei Feuchtigkeit auskeimen. Nasse Blätter begünstigen deshalb dessen Verbreitung. Abhilfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kennen das? Irgendwann bekommen Ihre Tomatenpflanzen braune Blätter, die Früchte werden nicht mehr richtig reif und die Pflanze geht ein? Dann ist sie wahrscheinlich Opfer der <b>Braunfäule</b>, verursacht durch den Phytophtora-Pilz, geworden. Die Sporen dieses Pilzes werden mit dem Wind übertragen, können aber nur bei Feuchtigkeit auskeimen. Nasse Blätter begünstigen deshalb dessen Verbreitung.</p>
<p>Abhilfe schafft idealerweise ein Gewächshaus. Doch nicht jeder hat Geld und Platz dafür. Die zweitbeste Variante könnte ein einfaches <b>Regendach</b> sein, das verhindert, dass die Blätter nass werden (aus dem gleichen Grund soll übrigens auch beim Gießen kein Wasser auf die Blätter gelangen). Aber wie viel bringt ein Regendach wirklich? Lohnt sich der Aufwand? Zeit für ein Experiment:</p>
<p>Im Frühjahr 2009 habe ich acht Tomatenpflanzen (4 verschiedene Sorten) unter ein selbst gebautes Dach aus <b>Dachlatten mit Plastikfolie</b> gepflanzt. Vier Meter daneben die gleichen Sorten ohne Dach. Beide Pflanzungen wurden automatisch mit einem Tropfschlauch bewässert, somit konnte kein Gießwasser auf die Blätter gelangen. Die Bedingungen für beide Pflanzungen waren &#8211; vom Regenschutz abgesehen &#8211; also praktisch identisch. Das Ergebnis spricht für sich:</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:506px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/tomate-ohne-dach.jpg" alt="Tomatenpflanze ohne Dach" width="250" height="355" class="thumb" /><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/tomate-mit-dach.jpg" alt="Tomatenpflanze mit Dach" width="250" height="355" class="thumb" /></p>
<div class="thumbcaption">Links: Pflanze ohne Regenschutz. Rechts: Die gleiche Sorte unter Dach. Beide Bilder wurden am 19. September aufgenommen, bei der abgebildeten Sorte handelt es sich um eine vergleichsweise robuste Variante. </div>
</div>
</div>
<p><span id="more-72"></span><br />
Wie die beiden Bilder zeigen, steht die ungeschützte Tomatenpflanze bereits Mitte September kurz vor ihrem Ende, obwohl es sich bei dieser Sorte um eine vergleichsweise robuste Variante handelt. Eine Pflanze einer anderen Sorte im ungeschützten Beet war zu dieser Zeit bereits eingegangen. Die unter Dach wachsenden Pflanzen sehen dagegen noch wesentlich gesünder aus, und haben uns bis weit in den Oktober hinein mit Früchten versorgt.</p>
<h3>Bau des Tomatendachs</h3>
<p>Für das Dach habe ich eine möglichst einfache und billige Konstruktion gewählt. Für meine Variante für acht Pflanzen habe ich verwendet:</p>
<p>4x Kantholz 6&#215;6 cm&sup2;, 2,5m lang<br />
6x Dachlatte, 3m lang<br />
6m&sup2; stabile, durchsichtige Plastikfolie</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:495px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/tomatendach-skizze.png" alt="Konstruktionsskizze" width="493" height="313" class="thumb" /></p>
<div class="thumbcaption">Konstruktionsskizze.</div>
</div>
</div>
<p>Alle Hölzer blieben komplett unbehandelt. Imprägnierte Pfosten würden zwar die Lebensdauer verlängern, wären danach aber Sondermüll und hätten zwischenzeitlich vermutlich giftige Stoffe in meinen Biogartenboden abgegeben. Die billigeren, unbehandelten Hölzer kann ich dagegen problemlos entsorgen (am besten bei einem Lagerfeuer mit gebratenen Tomaten).</p>
<p>Die Dachlatten habe ich gemäß obenstehender Skizze untereinander und mit der Pfosten verschraubt. Die Pfosten habe ich unten angespitzt und ca. 50cm tief in den Boden eingeschlagen (während dem Einschlagen mit Wasserwage auf senkrechten Stand achten.)</p>
<p>Das Dach sollte eine Neigung von mindestens 5%, besser 10% oder mehr haben (d.h. 5cm bzw. 10cm pro Meter), damit Regenwasser zügig ablaufen kann. Die niedrigste Seite zeigt idealerweise in Wetterrichtung (meist zwischen Süden und Westen), um seitlich einfallenden Regen zu minimieren. Evtl. kann auch die Wetterseite noch mit Folie (teilweise) verschlossen werden (Winddruck beachten).</p>
<p>Für größere Varianten, oder wenn am Dach noch Tomatenstäbe festgebunden werden sollen, sind Dachlatten übrigens nicht mehr stabil genug. Mit etwas Geschick lassen sich die Latten aber hochkant einbauen, oder besser: mit einer zweiten, stehenden Dachlatte von unten verstärken, so dass ein T-förmiger Querschnitt entsteht.</p>
<p>Die Plastikfolie für meinen ersten Versuch war eine Baufolie, die ich geschenkt bekommen hatte. Leider sind diese Folien nicht UV-beständig und lösen sich im Herbst in tausend kleine Stücke auf. Nicht sehr empfehlenswert <img src='http://www.bastelitis.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  Für die nächste Saison habe ich mir eine UV-beständige Gewächshausfolie besorgt, die hoffentlich viele Jahre ihren Dienst tun wird, mit 22 Euro pro 10qm aber auch den Gesamtpreis des Daches dominiert.</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:502px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/tomatendach.jpg" alt="tomatendach" width="500" height="374" class="thumb" /></p>
<div class="thumbcaption">Das Tomatendach im September 2009.</div>
</div>
</div>
<h3>Fazit</h3>
<p>Nie wieder oben ohne! Aber auch mit einem Regenschutz ist man nicht komplett vor Braunfäule gefeit. Die Pflanzen halten aber deutlich länger durch, was die Kosten und Mühen meiner Meinung nach mehr als wett macht.<br />
Auch mit einem Dach sollte man die üblichen Vorsorgemaßnahmen nicht vergessen: Zwischen den Pflanzen ausreichend Abstand halten (hier lohnt sich Geiz auf keinen Fall!) und den Boden unkrautfrei halten. Dadurch wird die Luftzirkulation verbessert und Wassertropfen (Tau und  seitlich eingedrungener Regen) können schneller abtrocknen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Temperaturen messen mit dem Arduino</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/temperaturen-messen-mit-dem-arduino/</link>
		<comments>http://www.bastelitis.de/temperaturen-messen-mit-dem-arduino/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 12:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Arduino]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen-Inspiration]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bastelitis.de/temperaturen-messen-mit-dem-arduino/</guid>
		<description><![CDATA[Eine Lösung für Power-User Die 1Wire-Temperatursensoren DS18S20 lassen sich auf sehr einfache Weise direkt mit einem PC auslesen, nachzulesen im Artikel Temperaturen messen mit Linux. Der einzige Nachteil ist der hohe Stromverbrauch eines PCs. Selbst ein extrem sparsamer Rechner mit Atom-Prozessor erhöht die Stromrechnung um rund 25 Euro pro Jahr, wenn er 24 Stunden pro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine Lösung für Power-User</h2>
<p>
Die 1Wire-Temperatursensoren DS18S20 lassen sich auf sehr einfache Weise direkt mit einem PC auslesen, nachzulesen im Artikel <a href="http://www.bastelitis.de/temperaturen-messen-mit-linux/">Temperaturen messen mit Linux</a>. Der einzige Nachteil ist der hohe Stromverbrauch eines PCs. Selbst ein extrem sparsamer Rechner mit Atom-Prozessor erhöht die Stromrechnung um rund 25 Euro pro Jahr, wenn er 24 Stunden pro Tag läuft.
</p>
<p>Für viele Mess- und Steueraufgaben tut es aber auch ein wesentlich sparsamer Mikrokontroller, wie z.B. der <a href="http://www.arduino.cc">Arduino</a>, der den Einstieg in die Mikrokontroller-Programmierung kinderleicht macht: Fertig aufgebaut und mit USB-Anschluss kostet der &#8220;Arduino Duemilanove&#8221; nur ca. 26 Euro (z.B. bei <a href="http://www.segor.de">Segor</a>). Mit der Java-Entwicklungsumgebung, die es kostenlos im Netz gibt, sind die ersten Erfolgserlebnisse nur eine Sache von Minuten.
</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:432px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/arduino/arduino.jpg" alt="Arduino Duemilanove" width="430" height="229" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Der Arduino Duemilanove &#8211; und mein fliegender Testaufbau mit zwei Temperatursensoren, die ich zusammen in eine Buchsenleiste gewürgt habe. Nicht schön, aber zum Testen ok. Als Stromversorgung reicht zunächst der USB-Anschluss. Soll der Arduino autark werden oder reicht die Leistung des USB-Anschluss nicht aus, nimmt der Arduino auch 7-12V Gleichstrom an.</div>
</div>
</div>
<p>Die bereits erwähnten DS18S20 Temperatursensoren lassen sich auch mit dem Arduino auslesen. Eine Bibliothek, die das dazu notwendige 1Wire-Protokoll implementiert, gibt es <a href="http://www.arduino.cc/playground/Learning/OneWire">hier</a>. Um mehrere Temperatursensoren komfortabel zu verwalten, war allerdings noch etwas Programmierarbeit nötig, die nun folgende Anforderungen erfüllt:
</p>
<ol>
<li>Mindestens 10 Sensoren sollen verwaltet werden</li>
<li>Alle Sensoren sollen einmal pro Sekunde ausgelesen werden</li>
<li>Messgenauigkeit besser als 0,5°C</li>
<li>Der Arduino soll neben dem Auslesen der Sensoren (gleichzeitig) noch andere Dinge erledigen können, durch den Auslesevorgang also nur möglichst kurz &#8220;geblockt&#8221; werden</li>
</ol>
<p>Das Ergebnis ist die C++-Klasse DS18S20_List, die diese Aufgabe auf wenige Zeilen Code reduziert. Das folgende Beispiel gibt die Messwerte aller Sensoren im 1-Sekunden-Takt über die USB-Schnittstelle aus:
</p>
<pre style='background: #eee;'>
<span style="color: #800;">#include &lt;DS18S20.h&gt;</span>

<span style="color: #800;">DS18S20_List ds18s20(10);</span> // pin 10

void setup(void) {
  Serial.begin(9600);
}

void loop(void) {

  delay(1000);

  <span style="color: #800;">ds18s20.update(); </span>

  for (int i=0;i&lt;ds18s20.count;i++)
    {
    Serial.print("Sensor ");
    Serial.print(i,DEC);
    Serial.print(", T=");
    print_temperature(<span style="color: #800;">ds18s20.get_temp(i)</span>);
    Serial.println("C");
    }

}
</pre>
<p><span id="more-71"></span></p>
<p>Des Weiteren ist es möglich, einen bestimmten Sensor über eine 16-bit Identifikationsnummer (id) anzusprechen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn später Sensoren hinzugefügt, entfernt oder ausgetauscht werden sollen. Denn die Reihenfolge, in der die Messwerte ausgegeben werden, wird durch die Seriennummern der Sensoren festgelegt. Über die Sensor-Id lässt sich dagegen immer derselbe Sensor ansprechen:
</p>
<pre style='background: #eee;'>
#include &lt;DS18S20.h&gt;

DS18S20_List ds18s20(10); // pin 10

<span style="color: #800;">#define ID_OUTSIDE 0xABC5</span>

void setup(void) {
  Serial.begin(9600);
}

void loop(void) {

  delay(1000);

  ds18s20.update(); 

  float T_outside=<span style="color: #800;">ds18s20.get_temp_by_id(ID_OUTSIDE);</span>

  Serial.print("Außentemperatur: ");
  print_temperature(T_outside);
  Serial.println("C");

}
</pre>
<p>
Die Sensor-ID wird übrigens auch vom Demo-Programm (siehe Download) angezeigt, lässt sich also leicht ermitteln und kann dann &#8220;hardcoded&#8221; werden.
</p>
<h2>Downloads</h2>
<ol>
<li><a href="http://www.bastelitis.de/wp-content/arduino/DS18S20.zip">Bibliothek DS18S20</a>. Dieser Ordner muss in das Verzeichnis arduino-0xx/hardware/libraries entpackt werden. Er enthält neben der DS18S20_List Klasse auch die notwendige OneWire-Bibliothek.</li>
<li><a href="http://www.bastelitis.de/wp-content/arduino/ds18s20_demo.pde">Demo-Programm</a> (Sketch für die Arduino-Entwicklungsumgebung)</li>
</ol>
<h2>Elektrik</h2>
<p>Alle drei Beinchen der Sensoren müssen verdrahtet werden. Ground geht an den Masse-Pin der Arduino-Platine, Data geht an einen beliebigen digitalen Pin und gleichzeitig über einen 5kOhm-Pull-up-Widerstand an +5V, die +5V Pins von Sensor und Arduino werden direkt miteinander verbunden. Grundsätzliches zum Aufbau eines 1Wire-Netzes findet sich <a href="http://www.bastelitis.de/temperaturen-messen-mit-linux/">hier</a>.
</p>
<h2>Details zur Umsetzung</h2>
<p>Punkt 1) ist mit einem Bugfix in der OneWire-Bibliothek erledigt.</p>
<p>Punkt 2) ist leider etwas aufwändiger: Ein Sensor benötigt knapp 1 Sekunde, um eine Messung vorzunehmen. Im &#8220;Parasite-Power-Mode&#8221;, wenn die Sensoren also nur mit zwei Adern angeschlossen sind (Masse+Data), müssen die Sensoren jedoch nacheinander die Temperaturmessung vornehmen: Für den gleichzeitigen Betrieb stellt die Datenleitung nicht genügend elektrische Leistung zur Verfügung. Wird das dritte Beinchen der Sensoren jedoch auf +5V gelegt, können alle Sensoren gleichzeitig die Messung vornehmen und die Messwerte können einmal pro Sekunde von allen Sensoren abgefragt werden.
</p>
<p>Punkt 3) Die Messgenauigkeit lässt sich mit einem im Datenblatt beschriebenen Algorithmus, der neben dem eigentlich Messwert noch zwei weitere Registerwerte verwendet, von den nominellen 9 bit (=0,5°C) auf ca. 0,1°C verbessern.</p>
<p>Punkt 4) erfordert eine Umorganisation des Programmablaufs: Anstelle einer Funktion &#8220;Temperatur_messen()&#8221;, die den Messvorgang starten, auf das Ende warten (ca. 1s) und die Daten auslesen würde, stehen die beiden Funktionen &#8220;convert()&#8221; und &#8220;read()&#8221;, wobei erstere nur den Messvorgang startet und letztere nur die Messwerte, die zunächst im Register des Sensors abgelegt werden, ausliest. Um das etwas komfortabler zu gestalten, kommt die Funktion &#8220;update()&#8221; zu Hilfe, die read() und danach convert() nur dann aufruft, wenn die Sensoren die letzte Messung schon beendet haben. Um das Timing muss man sich damit nicht mehr selbst kümmern.
</p>
<h2>Befehls-Referenz</h2>
<pre style='background: #eee;'>
class DS18S20_List : public OneWire
{
  [...]
public:
  int count;     

  DS18S20_List(unsigned char pin);

  void update();

  float get_temp(unsigned char i);
  float get_temp_by_id(unsigned int id);
  unsigned int get_id(unsigned char i); 

  void convert();
  void read(unsigned char i);
  void read();
};
</pre>
<pre style="font-weight:bold;">DS18S20_List(unsigned char pin)</pre>
<p>Der Konstruktor benötigt die Nummer des Pins, mit dem die Daten-Beinchen der Sensoren (mittleres Beinchen) verbunden sind.
</p>
<pre style="font-weight:bold;">void update()</pre>
<p>Diese Funktion prüft zunächst, ob die Sensoren noch mit einer Temperatur-Messung beschäftigt sind. Falls ja, wird die Funktion sofort wieder verlassen, damit der Arduino noch andere Dinge erledigen kann. Diese Funktion muss also regelmässig aufgerufen (gepollt) werden. Ist die Messung beendet, werden die Messwerte an den Arduino übertragen (read()). Danach wird ein neuer Messvorgang gestartet (convert()).</p>
<pre style="font-weight:bold;">float get_temp(unsigned char i)</pre>
<p>Liefert den letzten Messwert des i-ten Sensors in der Liste zurück. Dabei wird der im Speicher des Arduino zwischengespeicherte Wert verwendet, es wird an dieser Stelle also nicht mit dem Sensor kommuniziert.</p>
<pre style="font-weight:bold;">float get_temp_by_id(unsigned int id)</pre>
<p>Liefert den letzten Messwert des Sensors mit der Identifikationsnummer &#8216;id&#8217; zurück. Dabei wird der im Speicher des Arduino zwischengespeicherte Wert verwendet, es wird an dieser Stelle also nicht mit dem Sensor kommuniziert.</p>
<pre style="font-weight:bold;">unsigned int get_id(unsigned char i)</pre>
<p>Liefert die ID des i-ten Sensors in der Liste zurück.</p>
<p>
Die folgenden Funktion werden intern verwendet:</p>
</p>
<pre style="font-weight:bold;">void convert()</pre>
<p>Startet den Messvorgang auf allen Sensoren, wartet aber nicht auf dessen Beendigung.</p>
<pre style="font-weight:bold;">void read(unsigned char i)</pre>
<p>Überträgt den letzten Messwert des i-ten Sensors in den Speicher des Arduino.</p>
<pre style="font-weight:bold;">void read()</pre>
<p>Überträgt die Messwerte aller Sensoren in den Speicher des Arduino.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hausierende Handwerker</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/hausierende-handwerker/</link>
		<comments>http://www.bastelitis.de/hausierende-handwerker/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 15:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Fassade]]></category>
		<category><![CDATA[Wärmedämmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bastelitis.de/hausierende-handwerker/</guid>
		<description><![CDATA[Nein, dies ist nicht unser Dach. Aber so hat es vermutlich besagter Handwerker gesehen&#8230; Es klingelt an der Haustür. &#8220;Ja, bitte?&#8221; &#8220;Guten Tag, ich wollte mal fragen, ihr Dach müsste mal neu gemacht werden.&#8221; (Unsere Dacheindeckung ist zwar 40 Jahre alt, aber noch zu 100% dicht.) &#8220;Unser Dach? Was gefällt Ihnen daran nicht?&#8221; &#8220;Naja, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="thumbright">
<div class="thumbinner" style="width:252px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/dachkaputt.jpg" alt="" width="250" height="257" class="thumb" />
<div class="thumbcaption">Nein, dies ist nicht unser Dach. Aber so hat es vermutlich besagter Handwerker gesehen&#8230;</div>
</div>
</div>
<p>Es klingelt an der Haustür.<br />
&#8220;Ja, bitte?&#8221;<br />
&#8220;Guten Tag, ich wollte mal fragen, ihr Dach müsste mal neu gemacht werden.&#8221;<br />
(Unsere Dacheindeckung ist zwar 40 Jahre alt, aber noch zu 100% dicht.)<br />
&#8220;Unser Dach? Was gefällt Ihnen daran nicht?&#8221;<br />
&#8220;Naja, ist halt schon alt&#8230; oder die Fassade, die müsste auch mal neu verputzt werden.&#8221;<br />
&#8220;Ja, richtig. Aber müsste die nicht laut EnEV auch gleich gedämmt werden?&#8221;<br />
&#8220;Das würde ich nicht empfehlen. Sonst kann die Wand nicht mehr atmen. Ich würde Ihnen einfach einen Kunstharzputz drauf machen.&#8221;</p>
<p>Viermal grober Unfug in nur vier Sätzen. Leider erkennen dies nicht alle Leute und lassen sich viel zu leicht zu einer unnötigen oder gar schädlichen Sanierungsmaßnahme überreden. Mein persönliches Fazit aus dieser Begegnung:</p>
<p><b>Lass dir von hausierenden Handwerkern nichts aufdrängen! Ein guter Handwerker sollte ein gut gefülltes Auftragsbuch besitzen und schon deshalb keine Zeit haben, um von Tür zu Tür zu ziehen! </b></p>
<p>Sie möchten wissen, was ich für groben Unfug gehalten habe? Hier steht&#8217;s:</p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li>Nur weil eine Dacheindeckung alt ist, muss sie nicht erneuert werden.</li>
<li>Unsere Außenwand müsste gemäß EnEV tatsächlich gedämmt werden, wenn der Außenputz erneuert wird (EnEV Anlage 3.1).</li>
<li>Alternativen zu Styropor waren ihm offensichtlich unbekannt. Das erklärt auch, weshalb eine Dämmung -seiner Meinung nach- das &#8220;Atmen der Wände&#8221; grundsätzlich verhindert.</li>
<li>Wenn er aber auf das &#8220;Atmen&#8221; Wert legt, sollte er keinen Kunstharzputz aufbringen: Denn der Diffusionswiderstand eines 1cm dicken Kunstharzputzes ist z.B. ca. vier Mal größer als der einer 15cm dicken Mineraldämmplatte.
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erfahrungsbericht &#8220;Lehmputz&#8221; &#8211; Teil 2</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/erfahrungsbericht-lehmputz-teil-2/</link>
		<comments>http://www.bastelitis.de/erfahrungsbericht-lehmputz-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 07:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baustoffkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bastelitis.de/erfahrungsbericht-lehmputz-teil-2/</guid>
		<description><![CDATA[Zum ersten Teil dieses Artikel Feuchtigkeitsausgleichend Lehmputz nimmt leicht Feuchtigkeit (und Gerüche) auf und gibt sie später wieder ab. Damit hat er eine ausgleichende Wirkung auf die Luftfeuchtigkeit. Um einen spürbaren Effekt zu erhalten, reicht ein dünner Auftrag von Lehmfarbe allerdings nicht aus. Dazu sollte man schon eine möglichst dicke Schicht Lehmputz auftragen. Damit würde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bastelitis.de/erfahrungsbericht-lehmputz/">Zum ersten Teil dieses Artikel</a></p>
<h3>Feuchtigkeitsausgleichend</h3>
<p>Lehmputz nimmt leicht Feuchtigkeit (und Gerüche) auf und gibt sie später wieder ab. Damit hat er eine ausgleichende Wirkung auf die Luftfeuchtigkeit. Um einen spürbaren Effekt zu erhalten, reicht ein dünner Auftrag von Lehmfarbe allerdings nicht aus. Dazu sollte man schon eine möglichst dicke Schicht Lehmputz auftragen. Damit würde sich Lehmputz vor allem auch in Badezimmern empfehlen, um die Luftfeuchtigkeitsspitzen z.B. nach dem Duschen abzupuffern. Das funktioniert tatsächlich (wenn genügend Lehm vorhanden ist), allerdings sind dazu zwei Dinge anzumerken: 1) Lehmputz sollte nicht verwendet werden, wo die Luftfeuchtigkeit permanent hoch ist, was aber in einem privaten Badezimmer kein Problem sein sollte und 2) kann vom Lehm bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit ein erdiger Geruch ausgehen. In unserem Badezimmer habe ich dies nach einer langen und heißen Dusche bereits einige Male bemerkt. Dieser Geruch verflüchtigt sich danach allerdings recht schnell wieder und hat mich  bislang nicht gestört.</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:403px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/lehm-bigbag.jpg" alt="Beim Abladen beschädigter Bigbag" width="401" height="299" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Dieser Bigbag wurde auf einer morschen Euro-Palette per Kran entladen. In drei Metern Höhe fühlte sich die Palette dem Gewicht des Lehms offenbar nicht mehr gewachsen und trat spontan den Rückzug in Richtung Erdboden an. Der Bigbag selbst war leider nicht mehr zu retten, der darunter liegende Bambus hat den Zwischenfall dagegen fast unbeschadet überstanden.</div>
</div>
</div>
<h3>Oberflächenbehandlung</h3>
<p>Reibt man den Lehmputz relativ trocken ab, so erhält man eine wunderschöne Oberfläche, in der die Strohhäcksel und Sandkörnchen voll zur Geltung kommen. Leider ist der Farbton &#8220;Erdbraun&#8221; meistens nicht gewünscht, so dass man die Oberfläche auf die eine oder andere Art und Weise überarbeiten muss. Eine normale Dispersionsfarbe (oder gar eine Tapete) ist dazu nicht zu empfehlen, da sie die feuchtigkeitsregulierende Wirkung des Lehms beeinträchtigt. In dieser Hinsicht am besten geeignet ist eine Lehmfarbe oder ein Lehmfeinputz. Ebenfalls gut geeignet ist eine Kalk- oder Marmormehlkasseinfarbe. Die Oberflächenstruktur ist einer Raufasertapete dann übrigens nicht unähnlich.</p>
<p>Ein wichtiger Punkt insbesondere in Haushalten mit Kindern ist die Strapazierfähigkeit und Wischfestigkeit der Oberfläche, die jedoch nur Teilweise vom Lehmputz selbst bestimmt wird. Ein guter Lehmputz ist nach dem Durchtrocknen erstaunlich hart und fest. Sollte allerdings doch einmal ein Kratzer durch die Farbe bis auf den Lehmputz durchgehen, dann fällt er, wegen dem braunen Farbton des Lehmputzes, in der Regel leichter auf. Unbehandelter Lehmputz ist jedoch nicht wischfest, kann aber z.B. durch das Auftragen von (farbloser) Kaseingrundierung weitgehend wischfest gemacht werden, so dass man durchaus mal mit einem feuchten Lappen drüber wischen kann. Reiben und rubbeln sollte man allerdings nicht. Meine persönliche Erfahrung in einem Haushalt mit zwei Kindern (im Moment zwei und vier Jahre alt): Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden zwei ca. 5x10mm große Stücke Oberfläche &#8220;gewaltsam beschädigt&#8221;, und müssten Überstrichen werden (Marmormehlkasseinfarbe von Kreidezeit auf Lehmoberputz grob von Claytec). </p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:452px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/lehm-abgerieben.jpg" alt="Frisch abgeriebener Lehmputz" width="450" height="300" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Dieses Bild zeigt einen ca. 40cm breiten Ausschnitt eines frisch abgeriebenen Lehmoberputzes, in dem die Strohstücke glänzend hervortreten.</div>
</div>
</div>
<h3>Fazit</h3>
<p>Einmal Lehm &#8211; immer Lehm. Aufgrund der einfachen Verarbeitung mit den genannten Vorteilen ist Lehmputz von nun an meine erste Wahl. Nicht verwenden sollte man ihn jedoch als Außenputz und auf feuchten Wänden.<br />
Lehmputz ist wahrscheinlich nicht der billigste Putz, aber auch nicht so teuer, wie man vielleicht denkt. Bei unserem Anbau sind die Kosten für den Lehmputz jedenfalls im Rauschen versunken &#8211; bei gleichzeitiger Ersparnis des Stukkateurs. Denn dass ich mir damals &#8211; als Anfänger &#8211; einen dauerhaft erhärtenden Kalk- oder Gipsputz zugetraut hätte, der sich später nicht mehr korrigieren lässt, wage ich zu bezweifeln.</p>
<h3>Weitere Informationen</h3>
<ol>
<li>Sehr zu empfehlen: Die Arbeitsblätter auf der <a href="http://www.claytec.de">Claytec Webseite</a>.</li>
<li>Lehmfarben gibt&#8217;s z.B. von <a href="http://www.claytec.de">Claytec</a> und bei <a href="http://www.texbis.de">Texbis</a>. Mit ersteren habe ich noch keine Erfahrung, letztere kann ich empfehlen.
<li>Weiße Kaseinmarmormehlfarbe und Kaseingrundierung von <a href="http://www.kreidezeit.de">Kreidezeit</a> kann ich ebenfalls empfehlen. Der bei der Verarbeitung auftretende (Kasein-)Geruch verflüchtigt sich nach dem Trocknen wieder.
</ol>
<p><a href="http://www.bastelitis.de/erfahrungsbericht-lehmputz/">Zum ersten Teil dieses Artikel</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Linux auf dem Nettop Asus Eee B202 installieren</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 08:16:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eee-box B202 von gibt es wahlweise mit Windows XP oder Linux. Das vorinstallierte Linux ist allerdings Geschmacksache und musste bei mir innerhalb kürzester Zeit weichen. Das Problem bei einer Neuinstallation ist weniger, eine passende Linux-Distribution zu finden, als diese &#8211; mangels DVD-Laufwerk &#8211; mittels USB-Stick auf den Rechner zu verfrachten. Eeebuntu Eine passende Linux [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Eee-box B202 von gibt es wahlweise mit Windows XP oder Linux. Das vorinstallierte Linux ist allerdings Geschmacksache und musste bei mir innerhalb kürzester Zeit weichen. Das Problem bei einer Neuinstallation ist weniger, eine passende Linux-Distribution zu finden, als diese &#8211; mangels DVD-Laufwerk &#8211; mittels USB-Stick auf den Rechner zu verfrachten.<br />
</em></p>
<h2>Eeebuntu</h2>
<p>Eine passende Linux Distribution ist schnell gefunden: Auf <a href="http://www.eeebuntu.org">www.eeebuntu.org</a> findet man eine angepasste Version des (momentan) aktuellsten <a href="http://www.ubuntu.com">Ubuntu-Linux</a>. Der wesentlichste Unterschied zum original ist ein spezieller Kernel (<a href="http://www.array.org/ubuntu/">www.array.org/ubuntu</a>), der alle für die Eee-box benötigten Treiber mitbringt. </p>
<h2>Stolperfallen</h2>
<p>Auf dieser Seite möchte ich keine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben, sondern lediglich einige Probleme erwähnen, und wie man sie umschifft.<br />
Zur Installation von Eeebuntu benötigt man einen USB-Stick (oder ein anderes USB-Wechselmedium) mit mindestens 1GB Speicherplatz, eine knapp 860MB großes Installations-Iso-Datei von <a href="http://www.eeebuntu.org/index.php?page=download">www.eeebuntu.org</a> und das Script isotostick.sh, welches alle notwendigen Dateien auf den USB-Stick kopiert und ihn boot-fähig macht. Dieses Script konnte ich leider nicht auf der Eeebuntu-Seite finden. Eine ältere Version wird wird auf der Ubuntu-Seite erwähnt (<a href="http://www.startx.ro/sugar/">http://www.startx.ro/sugar/</a>, eine neuere konnte ich mittels Google auftreiben.<br />
Des weiteren werden syslinux (oder evtl. extlinux) und unter Umständen ein Partitionierungsprogramm (fdisk, gparted o.ä.) benötigt. syslinux muss man evtl. nachinstallieren.</p>
<p>Und dann begannen die ersten Probleme: isotostick.sh lief nicht auf meiner SuSE installation, weil eine benötigte Datei in einem anderen Verzeichnis lag (/usr/<b>share</b>/syslinux/mbr.bin statt /usr/<b>lib</b>/syslinux/mbr.bin. Die entsprechende Zeile ist in isotostick.sh jedoch leicht gefunden und geändert.</p>
<p>Später musste ich noch lernen, dass es bei der Verwendung des Dateisystems ext2 auf dem USB-Stick Probleme gibt, auch wenn ext2 ausdrücklich empfohlen wurde. Ursache ist, dass syslinux Probleme mit ext2 hatte. Das neuere isotostick Script versuchte deshalb, auf einem ext2-Dateisystem extlinux statt syslinux zu verwenden, was aber ebenfalls fehl schlug. Nachdem ich den Stick wieder mit vfat formatiert hatte, hat syslinux problemlos funktioniert.</p>
<p>Das nächste Problem, war die EEE-Box zum Booten von meinem USB-Stick zu übereden.</p>
<h2>Booten vom Stick und das BIOS setup</h2>
<p>USB-Sticks melden sich &#8211; je nach Typ &#8211; entweder als &#8220;Removable Drive&#8221; oder &#8220;Hard drive&#8221; an. In ersterem Fall sollte das Booten vom USB-Stick ohne weitere Einstellungen funktionieren. In zweiten Fall wird der Stick lediglich als weitere Festplatte #2 betrachtet, und nach wie vor von Festplatte #1 gebootet. Hier ist also Handarbeit angesagt.</p>
<p>Auf welche Art sich der USB-Stick anmeldet erfährt man im BIOS. Auf der Boot-Seite lautet der zweite Eintrag in der Liste entweder &#8220;Removable Drives&#8221; &#8230;</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:452px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/eee-inst-stick.jpg" alt="Setup für removable media" width="450" height="367" class="thumb" /></p>
<div class="thumbcaption">Boot-Seite im BIOS für einen USB-Stick der sich als &#8216;removable drive&#8217; anmeldet.</div>
</div>
</div>
<p>oder &#8220;Hard disk drives&#8221;:</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:452px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/eee-inst-hd.jpg" alt="Setup für hard driver" width="450" height="367" class="thumb" /></p>
<div class="thumbcaption">Boot-Seite im BIOS für einen USB-Stick der sich als &#8216;hard disk drive&#8217; anmeldet.</div>
</div>
</div>
<p>In letzterem Fall wird unter &#8220;Boot device Priority&#8221; als erster Eintrag &#8220;USB:Generic-Multi&#8221; angezeigt, dies hat mit dem Stick aber offenbar nichts zu tun. Der zweite Eintrag listet ein nicht vorhandenes CD-Rom und der dritte die interne Festplatte. Dies behebt man, indem von der &#8220;Boot&#8221;-Seite auf die &#8220;Hard disk drives&#8221;-Seite wechselt. Auf dieser Seite sollte als &#8220;2nd Drive&#8221; der USB-Stick erscheinen, den man mittels &#8216;+&#8217;-Taste zum &#8220;1st Drive&#8221; macht.  Danach sollte das Booten problemlos klappen.</p>
<p>Hat man diese Hürden überwunden, ist die eigentlich Installation eine wahre Freude. Und auch die eher etwas kritischen Funktionen wie WLAN und der optische SPDIF-Ausgang funktionieren danach auf Anhieb.</p>
<p>Viel Spaß!</p>
<p>Edit:<br />
Bevor der optische SPDIF-Ausgang tatsächlich Daten ausgibt, muss man ihn explizit aktivieren: Um den normalen Stereo-Ton auszugeben führt man in einer Konsole &#8216;alsamixer -Dhw&#8217; aus, selektiert IEC958 und drückt &#8216;M&#8217;, falls als Status &#8216;MM&#8217; (muted) angezeigt wird. Um den 5-Kanal-Ton eines Videos auszugeben, wählt man z.B. im VLC media player im Menü Audio/Audio Device &#8216;A/52 over S/PDIF&#8217; aus.</p>
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		<title>Erfahrungsbericht &#8220;Lehmputz&#8221;</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/erfahrungsbericht-lehmputz/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 20:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baustoffkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Empfiehlt sich Lehmputz nur für Leute mit dickem Geldbeutel? Mit Sicherheit nicht, denn gerade Selbstbauer und Putz-Anfänger profitieren von diesem Baustoff ganz enorm. In diesem Artikel beschreibe ich meine persönlichen Erfahrungen als Selbstbauer. Lehmputz im Betonmischer. Woher nehmen? Lehm ist Lehm, könnte man denken. Stimmt aber nicht. Lehm besteht aus Sand, Schluff und Ton und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Empfiehlt sich Lehmputz nur für Leute mit dickem Geldbeutel? Mit Sicherheit nicht, denn gerade Selbstbauer und Putz-Anfänger profitieren von diesem Baustoff ganz enorm. In diesem Artikel beschreibe ich meine persönlichen Erfahrungen als Selbstbauer.</em></p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:452px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/lehm-mischer.jpg" alt="Lehmputz im Betonmischer" width="450" height="338" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Lehmputz im Betonmischer.</div>
</div>
</div>
<h3>Woher nehmen?</h3>
<p>Lehm ist Lehm, könnte man denken. Stimmt aber nicht. Lehm besteht aus Sand, Schluff und Ton und schon allein das Verhältnis dieser drei Grundstoffe bestimmt wesentliche Eigenschaften des Lehms. Um daraus einen Lehmputz zu machen, werden dem Lehm weitere Stoffe zugesetzt, wie z.B. Strohhäcksel als Armierung, die sich seit Jahrhunderten bewährt haben. Es soll jedoch auch Lehmputze geben, die vor lauter Zuschlagstoffen nur noch wenig Lehm enthalten. Ein Blick auf die Zusammensetzung ist auf jeden Fall vor dem Kauf angesagt. Dagegen produziert z.B. <a href="http://www.claytec.de">Claytec </a> Lehmputze, die neben Lehm und Sand nur Stroh enthalten. Am günstigsten ist Lehm übrigens &#8220;erdfeucht im Bigbag&#8221;. Dabei erhält man eine 1200kg (1,2t) fassende &#8220;Plastiktüte&#8221; mit erdfeuchtem Lehmputz, dem jedoch noch immer etwas Wasser zugemischt werden muss, damit er sich verarbeiten lässt. Nachteil: Erdfeuchter Lehmputz ist nur begrenzt lagerfähig. 3 Monate, laut Hersteller. </p>
<h3>Verarbeitung</h3>
<p>Grundsätzlich lässt sich Lehmputz auch mit einer Putzmaschine verarbeiten. Für den Selbstbauer und Gelegenheitsputzer tut&#8217;s allerdings auch ein Betonmischer aus dem Baumarkt. Mit einer Schaufel kommt der erdfeuchte Lehm absolut staubfrei in den Mischer, etwas Wasser dazu und gut mischen lassen. Je länger umso besser. Wenn der Lehm nur an der Innenseite der Trommel haften bleibt und praktisch keine Mischung mehr statt findet, fehlt entweder etwas Wasser oder es befindet sich insgesamt zu wenig Material im Mischer.</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:402px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/lehm-dachheizung.jpg" alt="Dachheizung mit Lehmputz" width="400" height="346" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Das Einputzen der Heizungsrohre unserer Dachheizung mit Lehm ist trotz der hohen Auftragsstärke (ca. 2cm) und der geneigten Oberfläche kein Problem. </div>
</div>
</div>
<p>Anschließend habe ich den Putz entweder mit der Kelle an die Wand geworfen oder aufgezogen. Lehm trocknet ausschließlich durch das Verdunsten von Wasser. Eine chemische Reaktion wie z.B. bei Kalk oder Zement findet nicht statt. Aus diesem Grund kann man Lehm jederzeit wieder anfeuchten und weiter bearbeiten. Dies ist speziell für Anfänger oder Sebstbauer in unschätzbarer Vorteil. Wenn die erste Wand nicht gleich so gerade werden will wie sie soll, entsteht kein Zeitdruck. Einfach immer wieder anfeuchten und solange abziehen bzw. korrigeren, bis alles stimmt. Wenn man spät am Abend keine Lust mehr hat, die frisch verputzte Wand auch noch abzureiben: Kein Problem. Das geht auch noch am nächsten Morgen (oder ein halbes Jahr später). Zuviel Lehm angemischt? Macht nichts, entweder in den nächsten Tagen verarbeiten oder komplett austrocknen lassen und später wieder einweichen. Werkzeug reinigen? Das spare ich mir normalerweise. Die Kelle drücke ich einfach in den restlichen Lehm, der im Schubkarren/Eimer/Mischer verbleibt. So muss ich am nächsten Tag nicht einmal angetrocknete Reste abkratzen. Den Mischer säubere ich nur, wenn ich ihn doch mal wieder für etwas anderes benötige.</p>
<p>Beliebig lange sollte man den Lehm allerdings nicht feucht halten. Irgendwann beginnen nämlich die organischen Zuschlagstoffe zu faulen, und ein wenig schmeichelhafter Geruch entsteht. Dieser Geruch verschwindet nach dem vollständigen Durchtrocknen evtl. wieder, besser ist es aber, es gar nicht soweit kommen zu lassen.</p>
<p><a href="http://www.bastelitis.de/erfahrungsbericht-lehmputz-teil-2/">Weiter zum 2. Teil dieses Artikels &#8230;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wirkungsgrad von thermischen Solaranlagen</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/wirkungsgrad-von-thermischen-solaranlagen/</link>
		<comments>http://www.bastelitis.de/wirkungsgrad-von-thermischen-solaranlagen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 15:28:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Solaranlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Die im ersten Teil dieses Artikels beschriebenen optischen Verluste eines Sonnenkollektors werden im Wirkungsgrad &#951;0 (Eta0) zusammengefasst, der in den technischen Daten des Sonnenkollektors zu finden sein sollte. Die thermischen Verluste können mit Hilfe der Wärmeverlustkoeffizienten k1 und k2 berechnet werden, wenn die Temperaturdifferenz dT wischen Sonnenkollektor und Umgebung bekannt ist. k1 wird in W/(qm*K) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die im <a href="http://www.bastelitis.de/solarertrag-von-thermischen-solaranlagen-berechnen/">ersten Teil dieses Artikels</a> beschriebenen <b>optischen Verluste</b> eines Sonnenkollektors werden im Wirkungsgrad &eta;0 (Eta0) zusammengefasst, der in den technischen Daten des Sonnenkollektors zu finden sein sollte. </p>
<p>Die <b>thermischen Verluste</b> können mit Hilfe der Wärmeverlustkoeffizienten k1 und k2 berechnet werden, wenn die Temperaturdifferenz dT wischen Sonnenkollektor und Umgebung bekannt ist. k1 wird in W/(qm*K) und k2 in W/(qm*K^2) angegeben, d.h. Watt pro Quadratmeter und Kelvin bzw. Watt pro Quadratmeter und Kelvin zum Quadrat. Das scheint zunächst etwas verwirrend zu sein und ist deshalb auch auf vielen Webseiten falsch angegeben. Die Idee dahinter ist jedoch einfach: Multipliziert man k1 mit der Temperaturdifferenz Kollektor-Umgebung in Kelvin (oder °C), dann erhält man die vom Kollektor abgestrahlte Wärmemenge in Watt. Leider ist der Zusammenhang von Temperaturdifferenz und Wärmeabgabe nicht ganz linear, so dass diese Rechnung bei höheren Temperaturdifferenzen nicht mehr richtig ist. Um den Fehler zu korrigieren, benötigt man k2, das wesentlich kleiner als k1 ist, dafür aber mit dem <b>Quadrat der Temperaturdifferenz</b> multipliziert wird: k2*dT*dT.</p>
<p>Beide Koeffizienten zusammen ergeben den  </p>
<blockquote><p>
Wärmeverlust in Watt pro qm = k1 * dT + k2 * dT * dT.
</p></blockquote>
<p>Um die nutzbare Wärmemenge zu berechnen, multipliziert man zuerst die angenommene Solarstrahlungsleistung (in W/qm) mit dem optischen Wirkungsgrad &eta;0 und zieht vom Ergebnis die (thermischen) Wärmeverluste ab:</p>
<blockquote><p>
Nutzb. Wärme (W/qm) = Einstrahlung (W/qm) * &eta;0 &#8211; k1*dT &#8211; k2*dT*dT
</p></blockquote>
<p>Ein Beispiel: Wenn die Solarstrahlung auf den Sonnenkollektor 800W/qm beträgt, der Sonnenkollektor eine Temperatur von 90°C und einen Wirkungsgrad von &eta;0=80% hat, k1=4W/m/K und k2=0.01W/m/K2 betragen und die Umgebungstemperatur bei 25°C liegt, dann erhält man mit dT=90-25=65 für die </p>
<blockquote><p>
Nutzbare Wärme = 800 * 0.8 &#8211; 4*65 &#8211; 0.01*65*65 = 338 W/qm
</p></blockquote>
<p>Das folgende Diagram zeigt den damit berechneten Wirkungsgrad (Nutzbare Wärme / Solarstrahlung) für zwei verschiedene Flachkollektoren bei einer angenommenen Einstrahlung von 800 Watt/qm:</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:446px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/eff-flachkollektor3.png" alt="Temperaturahängiger Wirkungsgrad" width="446" height="332" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Temperaturabhängiger Wirkungsgrad von Flachkollektoren bei einer Strahlungsleistung von 800 Watt/m2.</div>
</div>
</div>
<p>Um die Energiemenge zu berechnen, die man tatsächlich an einem sonnigen Tag &#8220;ernten&#8221; kann, muss man genauere Annahmen über die Kollektortemperatur machen und die unterschiedliche Strahlungsleistung im Tagesverlauf berücksichtigen. Der bereits erwähnte <a href="http://www.bastelitis.de/solarstrahlungsrechner-fur-solaranlagen/">Solarstrahlungsrechner</a> bietet diese Möglichkeit und berechnet den Solarertrag für einen bestimmten Ort und Tag in Abhängigkeit der (änderbaren) Kollektoreigenschaften. Bitte betrachten Sie auch diese Rechenergebnisse nur als groben Richtwert.</p>
<h3>Literatur</h3>
<ul>
<li>[1] <a href="http://www.amazon.de/gp/product/392312936X?ie=UTF8&#038;tag=bastelitis-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=392312936X">Solarwärme optimal nutzen. Handbuch für Technik, Planung und Montage</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Solarertrag von thermischen Solaranlagen berechnen</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/solarertrag-von-thermischen-solaranlagen-berechnen/</link>
		<comments>http://www.bastelitis.de/solarertrag-von-thermischen-solaranlagen-berechnen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 15:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Heizung]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Solaranlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bastelitis.de/solarertrag-von-thermischen-solaranlagen-berechnen/</guid>
		<description><![CDATA[Die Frage, wieviel Wärme eine thermische Solaranlage gewinnt, ist sicher für viele Häuslebauer und Heizungsmodernisierer interessant. Für die, die es etwas genauer wissen möchten, ist dieser Artikel sicherlich hilfreich. Die Wärmemenge, die eine Solaranlage an einem sonnigen Tag erwirtschaftet, wird im wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: Von der vorhandenen Sonneneinstrahlung, die wiederum vom Standort (geographische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, wieviel Wärme eine thermische Solaranlage gewinnt, ist sicher für viele Häuslebauer und Heizungsmodernisierer interessant. Für die, die es etwas genauer wissen möchten, ist dieser Artikel sicherlich hilfreich.</p>
<p>Die Wärmemenge, die eine Solaranlage an einem sonnigen Tag erwirtschaftet, wird im wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt:</p>
<ul class="stdlist">
<li>Von der vorhandenen Sonneneinstrahlung, die wiederum vom Standort (geographische Länge und Breite), von der Ausrichtung des Kollektors und der Jahreszeit abhängt und</li>
<li>vom Wirkungsgrad des Sonnenkollektors der neben der Bauart bzw. Qualität vor allem von dessen Betriebstemperatur bestimmt wird.</li>
</ul>
<p>Die Sonneneinstrahlung auf eine geneigte Fläche (den Sonnenkollektor) kann man näherungsweise berechnen, z.B. mit dem <a href="http://www.bastelitis.de/solarstrahlungsrechner-fur-solaranlagen/">Solarstrahlungsrechner</a>. Was bleibt, ist die Berechnung des Wirkungsgrad für eine bestimmte Betriebstemperatur, die ich in den folgenden Abschnitten skizzieren möchte.</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:455px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/solar-wirkungsgrad2.png" alt="Thermische und optische Verluste" width="453" height="340" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Thermische und optische Verluste beim Betrieb vom Sonnenkollektoren. Die optischen Verluste liegen meist zwischen 14% und 21%, die thermischen Verluste sind Temperaturabhängig und können die optischen Verslute weit überwiegen.</div>
</div>
</div>
<h3>Wärmeverluste von Sonnenkollektoren</h3>
<p>Ein Sonnenkollektor sollte im Idealfall die gesamte, eingestrahlte Wärmemenge aufnehmen (absorbieren) und an die Solarflüssigkeit, die den Sonnenkollektor durchströmt, abgeben. Aufgrund der notwendigen Glasabdeckung und der -im Vergleich zur Umgebung- höheren Temperatur des Sonnenkollektors sind Verluste leider unumgänglich. Im einzelnen sind dies:</p>
<ol>
<li>Reflexion der Solarstrahlung an der Oberseite der Glasabdeckung (1,5-4%)</li>
<li>Absorption in der Glasabdeckung (1%)</li>
<li>Reflexion an der Unterseite der Glasabdeckung (1,5-4%)</li>
<li>Reflexion am Absorber (5%)</li>
<li>Emission von Wärmestrahlung vom Absorber 5-12%</li>
</ol>
<p>Diese Anteile werden als <b>optische Verluste</b> bezeichnet und hängen vom Einfallswinkel ab. Die angegebene Prozentwerte stammen aus [1] und gelten für senkrechten Einfall. Bei schrägem Einfall sind deutlich höhere Verluste zu erwarten. Die optischen Verluste betragen demnach, je nach Kollektor, 14% bis 21%.</p>
<p>Daneben gibt es die <b>thermischen Verluste</b> durch </p>
<ol>
<li>diffuse Wärmeabstrahlung und</li>
<li>Konvektion (Erwärmung der Außenluft),</li>
</ol>
<p>die nur auftreten, wenn der Kollektor wärmer ist als seine Umgebung. Während des Betriebs ist der Kollektor jedoch immer wesentlich wärmer als seine Umgebung, so dass die thermischen Verluste in der Regel die optischen Verluste überwiegen.</p>
<p>Weiter geht&#8217;s im <a href="http://www.bastelitis.de/wirkungsgrad-von-thermischen-solaranlagen/">zweiten Teil dieses Artikels</a>.</p>
<h3>Literatur</h3>
<ul>
<li>[1] <a href="http://www.amazon.de/gp/product/392312936X?ie=UTF8&#038;tag=bastelitis-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=392312936X">Solarwärme optimal nutzen. Handbuch für Technik, Planung und Montage</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Regelung der Vorlauftemperatur</title>
		<link>http://www.bastelitis.de/regelung-der-vorlauftemperatur/</link>
		<comments>http://www.bastelitis.de/regelung-der-vorlauftemperatur/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 19:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heizung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bastelitis.de/regelung-der-vorlauftemperatur/</guid>
		<description><![CDATA[Übersicht Dieser Artikel beschreibt, wie ich die Vorlauftemperatur meiner Heizungsanlage mit einem Linux-PC regele. Die Heizungsanlage besteht aus einem Scheitholzvergaser und einer 23qm großen thermischen Solaranlage, die einen 2660 Liter fassenden Pufferspeicher aufheizen. Aus Sicht der Heizkreise dient also der Pufferspeicher als Wärmequelle und ein einfaches Drei-Wege-Ventil reicht aus, um die gewünschte Vorlauftemperatur zu mischen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Übersicht</h2>
<p>Dieser Artikel beschreibt, wie ich die Vorlauftemperatur meiner Heizungsanlage mit einem Linux-PC regele. Die Heizungsanlage besteht aus einem Scheitholzvergaser und einer 23qm großen thermischen Solaranlage, die einen 2660 Liter fassenden Pufferspeicher aufheizen. Aus Sicht der Heizkreise dient also der Pufferspeicher als Wärmequelle und ein einfaches Drei-Wege-Ventil reicht aus, um die gewünschte Vorlauftemperatur zu mischen. </p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:380px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/heizungsmischer.png" alt="Mischung der Vorlauftemperatur mittels Dreiwegeventil" width="378" height="245" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Das Dreiwegeventil wird durch ein 0-10V Signal so gesteuert, dass genau die richtigen Mengen heißen Pufferwassers (rot, von oben kommend) und kaltem Heizungsrücklauf (blau, von unten kommend) die gewünschte Vorlauftemperatur für die Flächenheizungen ergeben.</div>
</div>
</div>
<p><span id="more-60"></span></p>
<h2>Ansteuerung des Drei-Wege-Ventil</h2>
<p>Die Vorlauftemperatur regele ich mittels eines Drei-Wege-Ventils, das dem kalten Heizungsrücklauf genau die richtige Menge heißen Pufferwassers zumischt um die gewünschte Vorlauftemperatur zu erhalten. Drei-Wege-Ventile gibt es in verschiedenen Ausführungen, meistens in Verbindung mit einem Elektromotor, der die Ventilstellung ändert. Mein Drei-Wege-Ventil wird jedoch von einem Proportional-Stellantrieb angesteuert, der anders als die Stellantriebe für die Heizkreise, einen Eingang für ein 0-10V Signal besitzt und dadurch das Ventil tatsächlich kontinuierlich öffnen und schließen kann. Theoretisch könnte man diese Proportional-Stellantriebe auch für die Heizkreise verwenden. Sie sind allerdings wesentlich teuerer und benötigen eine aufwändigere Ansteuerung. Umgekehrt sind die &#8220;normalen&#8221; Stellantriebe für die Vorlauftemperatur leider ungeeignet.</p>
<p>Die Aufgabe lautet hier also, in Abhängigkeit von gewünschter Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur und Puffertemperatur eine Gleichspannung zwischen 0 und 10 Volt zu erzeugen. Da meine Hardware keinen analogen Ausgang besitzt, erzeuge ich mir die 0-10V Spannung mittels Pulsweitenmodulation. Die Periodendauer liegt diesmal bei unüblichem 1 Hz was einen entsprechend großzügig dimensionierten Kondensator erfordert. Die so produzierte Spannung ist zwar nicht übermässig glatt, aber da auch dieser Stellantrieb einigermaßen träge ist, stört das nicht weiter. Die Periodendauer könnte ich reduzieren, allerdings möchte ich den &#8220;Verkehr&#8221; auf dem USB zum IOWarrior im Full-Speed/Interrupt-Transfer-Mode möglichst gering halten, da hier auch noch einige andere Informationen unterwegs sind.</p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:304px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/pwm-fuer-stellantrieb.gif" alt="Schaltskizze zur Pulsweitenmodulation" width="302" height="367" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Erzeugung einer 0-10V Gleichspannung aus einem pulsweitenmodulierten 24V Signal. Um z.B. eine Spannung von 5V am Stellantrieb zu erzeugen, wird die Betriebsspannung von 24V im Rhythmus von 0,5 Sekunden ein- und ausgeschaltet. Die Zenerdiode soll sicher stellen, dass z.B. bei abgeklemmten Stellantrieb eine Spannung größer als 10V erzeugt wird.</div>
</div>
</div>
<p>Nun muss nur noch die <b>gewünschte Stellung des 3-Wege-Ventils</b> berechnet werden. Im Prinzip ganz einfach, in der Praxis aber tückisch. Der Anteil heißen Pufferwassers mit Temperatur T_h, der dem Heizungsrücklauf mit T_r zugemischt werden muss um die Vorlauftemperatur T_v zu mischen, lässt sich im Prinzip berechnen:</p>
<blockquote><p>
x = (T_v-T_r)/(T_h-T_r) * 100%
</p></blockquote>
<p>Bei mir sind dabei folgende Probleme aufgetaucht:</p>
<ul class="stdlist">
<li>Die Temperatur des Pufferwassers ist nicht genau bekannt. Ich habe zwar insgesamt sieben Temperaturfühler am Pufferspeicher sitzen, auf einen zusätzlichen Temperaturfühler am Rohr vom Puffer zum Drei-Wege-Ventil habe ich jedoch verzichtet. Wenn zwischen den beiden obersten Sensoren am Puffer -zwischen denen irgendwo im inneren das Entnahmerohr endet- ein großer Temperaturunterschied besteht, kenne ich T_h nur sehr ungenau. Schlimmer noch: In dem Moment, in dem der Heizkessel beginnt, Wärme abzugeben, fließt das ca. 80°C heiße Wasser vom Heizkessel direkt zum Drei-Wege-Ventil, welches gerade -weil Puffer leer- sehr weit geöffnet ist.
</li>
<li>
Die Rücklauftemperatur messe ich zwar, sie schwankt aber minütlich mit dem Öffnen und Schließen der Heizkreise, weil nicht alle Heizkreise exakt dieselbe Rücklauftemperatur liefern. Leider ist das System aus Temperatursensoren und Drei-Wege-Ventil zu träge, um diese Schwankungen von bis zu 2°C zu kompensieren.
</li>
<li>
Das Drei-Wege-Ventil schließt zwar einigermassen linear aber nicht ausreichend perfekt.
</li>
</ul>
<p>Diese Widerwärtigkeiten habe ich mit dem folgenden Algorithmus einigermßen in den Griff bekommen: Da der Zyklus meiner Heizkreise 20 Minuten dauert (siehe <a href="http://www.bastelitis.de/regelung-der-raumtemperatur/">Regelung der Raumtemperatur</a>) messe und mittle ich Vorlauf- und Rücklauftemperatur über 20 Minuten.  Auf die eigentlich gewünschte Vorlauf-Solltemperatur wird eine kleine Korrektur T_korr aufgeschlagen. Zuvor wird zu T_korr die Hälfte der Differenz T_vorlauf_soll &#8211; T_vorlauf_ist addiert und T_korr für den nächste Iteration (20 Minuten später) gespeichert. Die Stellung des Dreiwege-Ventils wird anschließend mit dieser korrigierten Vorlauftemperatur und der Formel in obenstehendem Kasten berechnet. Nach zwei Iterationen liegt die mittlere Vorlauftemperatur sehr gut bei der ursprünglich gewünschten Temperatur. Die Abweichung ist meist kleiner als 0.5°C.</p>
<p>Im Prinzip ist das natürlich zweimal geregelt: Einmal über die Rückkopplung der Vorlauf-Ist-Temperatur und ein zweites Mal durch die Berechnung mittels obiger Formel. Die Idee dahinter ist, dass die Rückkopplung die globalen Nichtlinearitäten des Ventils und die unbekannte Puffertemperatur auffängt. Schwankungen in der Rücklauftemperatur über einige Minuten werden von der Formel ausgeglichen. Zudem merkt man mit diesem Verfahren relativ schnell, wenn etwas nicht stimmt: Im Normalbetriebt ist die Korrektur (T_korr) der Vorlauftemperatur kleiner als 3°C. Falls die Korrektur wesentlich größer ausfällt, könnte z.B. ein Temperatursensor seinen Geist aufgegeben haben. Bisher ist dies allerdings noch nicht vorgekommen.</p>
<h2>Welche Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur?</h2>
<p>Dies bestimmt die sogenannte Heizkurve. Sie ordnet jeder Außentemperatur eine bestimmte Vorlauftemperatur zu und ist in der Regel keine Gerade, sondern eine Kurve, die zunächst steil ansteigt, bei niedrigeren Außentemperaturen aber etwas flacher verläuft. Bei extremen Niedertemperarturheizungen ist die Abweichung von einer Geraden jedoch erst zu spüren, wenn die Außentemperatur deutlich unter 0°C liegt. Vermutlich aus diesem Grund bin ich bisher mit einer geraden Heizkurve bestens ausgekommen. Meine Vorlauftemperatur steigt um 0,6°C pro 1°C Außentemperaturdifferenz und beträgt 20°C bei 20°C Außentemperatur und 32°C bei 0°C Außentemperatur.<br />
Die tiefste Außentemperatur betrugt bisher jedoch nur -8°C und das nur kurzfristig. Über Temperaturen unter ca. 0°C kann ich also nicht viel sagen und werde bei Bedarf meine &#8220;Heizgerade&#8221; mit einem quadratischen Term &#8220;krümmen&#8221;.</p>
<h2>Sicherheit</h2>
<p>Wie bei jedem Computer muss ich auch bei meinem Heizungs-PC damit rechnen, dass er irgendwann den Geist aufgibt oder einfach mal abstürzt (was übrigens bisher &#8211; in anderthalb Jahren &#8211; noch nicht vorgekommen ist). Falls er doch einmal eine schwache Minute haben sollte, muss verhindert werden, dass das Drei-Wege-Ventil vollkommen öffnet und unsere Fußbodenheizung mit bis zu 90°C heißem Pufferwasser versorgt. Aus diesem Grund habe ich einen schlichten, rein mechanischen Anlege-Temperaturfühler am Heizungsvorlauf montiert, der die Heizungspumpe abschaltet, wenn die Vorlauftemperatur über ca. 40°C steigt.</p>
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		<title>Regelung der Raumtemperatur</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 20:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heizung]]></category>

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		<description><![CDATA[Übersicht Die Regelung der Vorlauftemperatur (d.h. der Temperatur des Heizungswassers) in Abhängigkeit der Außentemperatur ist bereits ein alter Hut. Und früher war dies der einzige Automatismus bei der Regelung von Fußbodenheizungen. Eine individuelle Regelung der Raumtemperatur gab es selten. Inzwischen verlangt die Wärmeschutzverordnung allerdings ausdrücklich eine separate Temperaturregelung für jeden Raum. Da bei Flächenheizungen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Übersicht</h2>
<p>Die Regelung der Vorlauftemperatur (d.h. der Temperatur des Heizungswassers) in Abhängigkeit der Außentemperatur ist bereits ein alter Hut. Und früher war dies der einzige Automatismus bei der Regelung von Fußbodenheizungen. Eine individuelle Regelung der Raumtemperatur gab es selten. Inzwischen verlangt die Wärmeschutzverordnung allerdings ausdrücklich eine separate Temperaturregelung für jeden Raum. Da bei Flächenheizungen die <b>Ventile am zentralen Heizkreisverteiler</b> sitzen, kann man leider nicht einfach ein Thermostatventil, wie es an Heizkörpern zum Einsatz kommt, anstecken, denn die Messung der Temperatur und die Betätigung des Ventils müssen räumlich getrennt werden. Im folgenden beschreibe ich meine persönliche Lösung, die im Zusammenhang mit dem Artikel <a href="http://www.bastelitis.de/steuerung-von-heizung-und-solaranlage-mit-linux/">Steuerung von Heizung und Solaranlage mit Linux</a> gesehen werden muss. </p>
<div class="thumbright" style="float:none;">
<div class="thumbinner" style="width:466px;"><img src="http://www.bastelitis.de/wp-content/raumtemp.png" alt="Temperaturverlauf von Raum- und Außentemperatur" width="464" height="326" class="thumb" /></a></p>
<div class="thumbcaption">Temperaturverlauf der Raum- und Außentemperatur im Februar 2008. Der Sollwert der Raumtemperatur liegt im Bereich 20.1°C bis 20.5°C und wird von den beiden braunen Linien hervorgehoben. Die Raumtemperatur liegt praktisch immer innerhalb dieses Bereichs, obwohl sich die Außentemperatur im dargestellten Bereich um fast 20°C ändert. Lediglich an sonnigen Tagen überschreitet die Raumtemperatur die Obergrenze. Ohne die zusätzliche Regelung der Heizkreise (d.h. nur mit der Regelung der Vorlauftemperatur) würden die Schwankungen wesentlich größer ausfallen.</div>
</div>
</div>
<p><span id="more-59"></span></p>
<h2>Regelung der Heizkreise</h2>
<p>Das Öffnen und Schließen der einzelnen Heizkreise übernehmen sogenannten <b>thermische Stellantriebe</b>, die auf dem Heizkreisverteiler sitzen. Diese Antriebe gibt es für die Betriebsspannungen von 24V DC und 230V AC und in den Ausführungen &#8220;stromlos offen&#8221; und &#8220;stromlos geschlossen&#8221;. Meine Stellantriebe arbeiten mit 24V DC und sind stromlos (d.h. ohne 24V) geschlossen. Allen Ausführungen gemeinsam ist, dass sich bei angelegter Betriebsspannung ein kleiner Plastikbolzen um einige Millimeter aus dem Stellantrieb heraus oder hinein bewegt. Ist der Stellantrieb auf einem Ventil eines Heizkreisverteilers oder Heizkörpers montiert, dann bewegt der Plastikbolzen den Metallstift des Ventils und kann es dadurch öffnen und schließen.</p>
<p>Leider kennen die Stellantriebe in ihrer einfachsten Ausführung nur die Stellungen <b>ganz offen</b> und <b>ganz geschlossen</b>. Zwischenstellungen (50% offen/halber Durchfluss) sind nicht möglich, nicht mit variabler Betriebsspannung und nicht mittels &#8220;schneller&#8221; Pulsweitenmodulation. Um trotzdem die Heizleistung <b>kontinuierlich</b> zu regeln, verwendet man eine &#8220;langsame&#8221; Pulsweitenmodulation: In meiner Anlage beträgt die Periodendauer 20 Minuten. Um den mittleren Durchfluss zu halbieren und damit die Heizleistung auf etwa die Hälfte zu senken, ist das Ventil für 10 Minuten offen und danach für 10 Minuten geschlossen. Die Periodendauer zu verkleinern (z.B. 1 Minute auf, 1 Minute zu) funktioniert leider nicht, da die <b>Stellantriebe sehr träge reagieren</b> und für eine Zustandsänderung bis zu fünf Minuten brauchen. Da ich nur Flächenheizungen ansteuere, die prinzipbedingt relativ träge sind, ist die Periodendauer von 20 Minuten kein Problem.</p>
<h2>Regelung der Raumtemperatur</h2>
<p>Mit dem oben beschriebenen Verfahren lässt sich die Heizleistung quasi-kontinuierlich regeln. Jetzt muss nur noch der gewünschte mittlere Durchfluss in Abhängigkeit von der Raumtemperatur bestimmt werden. Dazu habe ich eine <b>Soll-Temperatur</b> z.B. 20,3°C festgelegt. Diese Soll-Temperatur liegt in der Mitte eines Bereichs von 0,4°C Breite, der die <b>erlaubte Raumtemperatur</b> abdeckt. In diesem Fall darf die Raumtemperatur zwischen 20,1°C und 20,5°C betragen.<br />
Liegt die Raumtemperatur darüber, schließt der Stellantrieb das Ventil dauerhaft. Liegt sie darunter, öffnet der Stellantrieb das Ventil dauerhaft. Liegt die Raumtemperatur zwischen 20,1°C und 20,5°C, dann wird die <b>Heizleistung entsprechend zwischen 0% (bei 20,5°C) und 100% (bei 20,1°C) gewählt</b>. Die Formel für die Berechnung des mittleren Durchflusses bzw. der erforderlichen Heizleistung in Prozenz lautet</p>
<blockquote><p>
Erforderliche Heizleistung = (T_soll+0,2 &#8211; T_ist) / 0,4 * 100%
</p></blockquote>
<p>mit der Soll-Temperatur T_soll in °C (in diesem Beispiel 20,3) und der gemessenen Raumtemperatur T_ist. Bei einer Raumtemperatur von 20,2°C ergibt sich daraus z.B. eine Heizleistung von 25% was wiederum bedeutet, dass der Stellantrieb für 25% von 20 Minuten = 5 Minuten geöffnet wird und anschließend 15 Minuten geschlossen bleibt.</p>
<p>Um die <b>Trägheit des Stellantriebs</b> kümmere ich dabei nicht: Bei einem sehr geringen Heizbedarf kann es passieren, dass die entsprechend kurze &#8220;Offen-Zeit&#8221; nicht ausreicht, um das Ventil tatsächlich zu öffnen. In diesem Fall kühlt der Raum etwas weiter ab, bis die &#8220;Offen-Zeit&#8221; lange genug ist, um den Stellantrieb zu öffnen. Die Raumtemperatur bleibt dabei aber weit über der Soll-Temperatur. Ähnliches gilt für sehr hohe Heizleistungen. In diesem Fall reicht die Zeit nicht aus, das Ventil zu schließen. In der Praxis sind diese Fälle ohne Bedeutung.</p>
<p>Zu erwähnen ist noch, dass durch die Stellantriebe <b>während des Öffnens ein wesentlich größerer Strom fließt</b> als in vollkommen geöffnetem Zustand. Das Öffnen kann unter Umständen einige Minuten dauern. Da ich mit 24V Antrieben arbeite, muss ich das Netzteil an die maximale Leistungsaufnahme der Stellantriebe anpassen und entweder so auslegen, dass ich alle Stellantriebe gleichzeitig öffnen kann, oder per Software verhindern, dass alle Stellantriebe synchron geöffnet werden, z.B. indem jeder Stellantrieb seinen 20-Minuten-Zyklus zu einem anderen Zeitpunkt startet.</p>
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